Dekanatschor – Jubiläumsjahr eingeläutet
Mittwoch, 29. Februar 2012, 09:18 Uhr von nwittmeier | Kategorie: Interessante ThemenJubiläumsjahr mit mozärtlichen Klängen eingeläutet
Mit einem Neujahrskonzert der besonderen Art eröffneten der Dekanatschor Mayen-Mendig und der Kinderchor der Pfarrei Herz Jesu, gemeinsam mit Musikern der Rheinischen Philharmonie Koblenz (Konzertmeister: Prof. Ernst Triner) sowie Friederike Assion-Bolwin (Sopran), Mechthild Palberg (Alt), Stefan Kliemt (Tenor), Sebastian Kämpf (Bass) und Kantor Thomas Schnorr (Orgel u. Continuo) den feierlichen Auftakt zum Jubiläumsjahr des 100. Geburtstags der Herz Jesu Kirche. Im Mittelpunkt des Konzertes standen die »Missa brevis in C« KV 257 sowie das »Te Deum laudamus« von W. A. Mozart. Dem Umstand, dass in dem sinfonisch angelegten Satz des Credos nicht weniger als 18 Mal die „Credo“-Rufe vor den einzelnen Glaubensartikeln erklingen, verdankt die Messe ihre Bezeichnung „Große Credo-Messe“. Gerade auch durch die prägnanten Credo-Rufe in den Männerstimmen wurde dies immer wieder deutlich. Der überaus schöne und harmonische Zusammenklang der Solostimmen mit dem Chor zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Messe. Mit den Auszügen »Tu virginum corona« und »Halleluja« aus der Motette „Exsultate jubilate“ des Österreichers verstand es die Sopranistin mit ihrer strahlenden Stimme den Inhalt der beiden Werke musikalisch eindrucksvoll zu interpretieren. Inmitten von Mozarts Werken war die Kantate »Alles was ihr tut, mit Worten oder mit Werken« von Dietrich Buxtehude eingefügt, bei der der Kinderchor seinen ersten großen Auftritt hatte. Ein ganz besonderes Erlebnis folgte sowohl für die Zuhörer sowie auch alle Mitwirkenden, als die Kinder nur mit dezenter Orchesterbegleitung das bekannte »Ave verum« des österreichischen Komponisten sang, wobei die hellen Stimmen der Mädchen gleich einem Engelschor klangen und alle sichtlich berührte. Mit dem sich anschließenden »Te Deum laudamus«, dessen Feierlichkeit nicht zuletzt durch die Pauken und Trompeten, sondern auch die kraftvolle und differenzierte Interpretation des Dekanatschores zum Ausdruck gebracht wurde, konnte dem großen Lob Gottes besonders Rechnung getragen werden. Den Abschluss dieses eindrucksvollen Konzertes bildete die von Thomas Schnorr komponierte Liedkantate „Ein Haus voll Glorie schauet“, einem besonderen „Ständchen“ für das Geburtstagskind. Nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz und dem ausdrucksstarken Dirigat von Dekanatskantor Volker Kaufung, in dessen bewährten Händen auch die Gesamtleitung lag, so ist es auch dem überaus großen Engagement jedes einzelnen Chormitglieds zu verdanken, dass dieses Konzert für Alle ein sehr nachhaltiges und beeindruckendes Erlebnis war, bei dem auch der Dekanatschor wieder einmal zeigen konnte, mit welche hohem Anspruch er es vermag, Kirchenmusik zu interpretieren.
