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Pastorale Begleitung der Kitas

Im Dekanat Mayen-Mendig befinden sich im Moment neun Kindertagesstätten in katholischer Trägerschaft.

Kitas in der Coronazeit

Ihr seid uns wichtig

In der Coronazeit rückte in der öffentlichen Wahrnehmung und auch oft in der innerkirchlichen Perspektive die Feier der Eucharistie (erst digital, dann unter Beachtung der Hygienevorschriften) in den Mittelpunkt kirchlichen Lebens. Als Quelle und Höhepunkt steht ihr per se eine besondere Rolle zu. Keine Frage. Doch es schien, als beschränke sich die Verkündigung des Evangeliums auf diese und das Nähen von Mundmasken und in der Organisation von Nachbarschaftshilfen.

Doch in dieser ganzen Zeit leisteten Kindertagesstätten als Orte von Kirche einen wertvollen Dienst an den Kindern und ihren Familien. Vom Anfang der Corona-Zeit hielten die pädagogischen Fachkräfte Kontakt zu den Kindern. Und hier wurde viel Kreativität bewiesen: die Familien bekamen regelmäßig Post mit Infos für die Eltern, Ausmalbilder, Fingerspiele oder Experimente für die Kinder. Geburtstagskinder erhielten Geburtstagsgrußkarten. Als Zeichen der Gemeinschaft und Verbundenheit wurden Regenbogenbilder nach außen hin sichtbar aufgehangen mit der Überschrift: „Wir vermissen Euch“. Oder die bereits allseits beliebten Steinschlangen aus bunt bemalten Steinen wuchsen von Tag zu Tag. An Ostern wurde Osterneste gebastelt und Kinder konnten diese in der Kita abholen kommen. Mit all diesen Ideen (und vielen, vielen weiteren) kam zum Ausdruck:  Ihr seid uns wichtig, auch wenn wir uns nicht sehen können, denken wir an Euch!

Mit der Eröffnung der Notgruppen und dem eingeschränkten Regelbetrieb waren und sind die Kitas für die Familien da – und nicht nur für berufstätige in den sogenannten systemrelevanten Berufen. Weiterhin haben die Kitas ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Familien. Auch unterhielten sich die pädagogischen Fachkräfte immer wieder mit den Kindern über die Themen Krankheit, Sterben und Tod. Das alles leisten sie zum Großteil ohne Mund- und Nasenmasken, ohne den Sicherheitsabstand einhalten zu können. Denn wer würde ein weinendes Kind mit Sicherheitsabstand auf den Arm nehmen können? Insofern dürften die pädagogischen Fachkräfte denselben gesellschaftlichen und öffentlichen Dank und Wertschätzung genießen dürfen wie das auch bei anderen Berufen der Fall war! Denn ohne sie könnten viele andere (systemrelevante) Berufstätige nicht ihrer Arbeit nachkommen.

Und nicht zuletzt war den Kitas auch der gestaltete Abschied besonders von den Kindern wichtig, die diesen Sommer in die Schule gehen werden. Die geltenden Hygienevorschriften auf der einen Seite, aber auch der Wunsch der Eltern beim Abschied aus der Kita dabei sein zu können beachtend, zeigten die Kitas Vielfalt, Kreativität und Einfühlungsvermögen. Mit Gebeten, kleinen Segensfeiern und verschiedenen Aktionen wurde unter Beweis gestellt, dass die Kinder nicht nur in der Kitazeit verlässliche und vertrauensvolle Beziehungen erlebt haben, sondern auch in der Coronazeit bei ihrem Abschied.

Kita ist ein Ort von Kirche – auch unter schwierigen Bedingungen. Sie lässt das wahr werden, was sich als Grundauftrag von Kirche versteht: für Menschen da sein, Gemeinschaft erfahren, das Evangelium verkündigen und das Leben mit Gott feiern. Vielleicht lohnt sich ja die Frage: Wie kann das Engagement in den Kitas stärker in das kirchliche Bewusstsein gerückt und die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte eine größere gesellschaftliche Wertschätzung erfahren?

  • Rahmenleitbild des Bistums Trier

    Aus dem Rahmenleitbild:

    Katholische Kindertageseinrichtungen stehen allen Kindern und ihren Familien offen. Jedes Kind wird in seiner Individualität, zu der auch seine soziale, religiöse und kulturelle Herkunft gehört, angenommen und wertgeschätzt. Die katholischen Kindertageseinrichtungen orientieren sich an der Lebenswirklichkeit der Kinder und Familien. Sie begleiten und unterstützen durch ihre Arbeit die Kinder bei einem wichtigen Teil ihrer persönlichen Entwicklung.

    Kinder setzen sich aktiv mit der Welt auseinander und suchen selbsttätig und in Gemeinschaft mit anderen nach Sinn und Bedeutung. Leben lernen und glauben lernen sind eng miteinander verwoben.

    Ihre Suche nach ihrem Platz in der Welt und ihr Wunsch "darüber hinaus zu schauen" werden in den Kindertageseinrichtungen begleitet und gefördert. Wie Kinder die Welt sehen, ihre Fragen und Lernweisen sind die Grundlagen des pädagogischen und religionspädagogischen Handelns.

     Hier der Link zum vollständigen Rahmenleitbild

  • Pastorale Begleitung unterstützt das Rahmenleitbild

    • durch die Belgeitung und Beratung der religionspädagogischen Arbeit

    • als Anbieter und Ermöglicher für Exerzitien und geistliche Tage für Teams und einzelne pädagogische Fachkräfte und Leitungen

    • durch Mitarbeit im Orga-Team, das die AGs der pädagogischen Fachkräfte organisiert

    • als Zuhörer und Seelsorger
  • Pastorale Begleitung ist anfragbar für folgende Schwerpunkte

    • Theologisieren mit Kindern

    • Religionspädagogische Didaktik der Elementarisierung

    • Reflexion der (religionspädagogischen) Arbeit nach Silvia Habringer-Hagleitner

    • Sterben und Tod bei und mit Kindern

    • Interreligiösität

    • Familienunterstützende Maßnahmen
  • Methoden der pastoralen Begleitung

    • Kollegiale Beratung

    • Zukunftswerkstatt

    • Projektmethode

    • TZI

     

    • Gewaltfreie Kommunikation

    Vieles Weitere ist mögich - sprechen Sie mich an!