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Herbstspaziergang auf dem Friedhof

Es fand erstmals ein Spaziergang auf dem Mayener Friedhof statt, zu dem Herr Lanser vom Bestattungshaus Kreusch und Frau Peters, Seelsorgerin im St. Elisabeth-Krankenhaus in Mayen eingeladen hatten.

16 Menschen unterschiedlichen Alters hatten sich eingefunden, um sich von der Schönheit und Vielfalt des Friedhofs ein Bild zu machen und sich anregen zu lassen durch Impulse für ein gutes Leben vor dem Tod.
Der Friedhof muss wohl um 1900 angelegt worden sein, da die ältesten Grabsteine von 1900 bis 1920 datieren. Einige von ihnen stehen noch an ihrem Platz, obwohl die Ruhezeit längst abgelaufen ist. Alle persönlichen Kennzeichnungen sind entfernt worden, sodass diese Grabsteine wiederverwendet werden können.
Der Friedhof ist auf einer Fläche von über 3 Hektar in verschiedene Bereiche eingeteilt. Es gibt Bereiche für Familiengräber, für die Urnenbestattung, für Erdbestattungen und für Kriegsgräber. Dort befindet sich auch das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen der letzten beiden Weltkriege.
Ein neues Konzept auf den Friedhof ist der „Memoriam Garten Mayen“. Dies ist eine gemeinschaftlich gestaltete Grabanlage im Zentrum des Friedhofs. Hier kann man sich schon zu Lebzeiten einen gepflegten und stilvoll gestalteten Grabplatz sichern.

Sehr berührend ist das Grabfeld für die Allerkleinsten. Hier werden zu früh oder totgeborene Kinder bestattet und die Angehörigen können Blumen und Spielzeug da hinbringen und finden einen Ort für ihre Trauer.

Um dem Tod einigermaßen gefasst zu begegnen, ist es wichtig, gut gelebt zu haben, war die Grundidee der Krankenhausseelsorgerin. Sie wies hin auf den Film „das Beste kommt zum Schluss“  , wo zwei kranke Männer eine Löffelliste entwerfen. (Was ich noch erleben möchte, ehe ich den Löffel abgebe…)

Die Spaziergänger erhielten  eine Löffelliste und konnten sich überlegen, was für sie noch wichtig ist vor dem Tod.

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern der Jahren mehr Leben, zitierte Mechthild Peters das Motto der Hospizbewegung und erinnerte auch daran, dass es gut tut, auf der Welt Spuren zu hinterlassen. Nicht nur durch das bekannte „ein Haus bauen, einen Baum pflanzen, ein Kind bekommen“ sondern auch durch aktives Engagement für andere.

Die Spaziergänger hatten viele Fragen zu Bestattungen, die Andreas Lanser umfassend  beantworten konnte. Erst nach ungefähr 2 Stunden hatte sich die Gruppe aufgelöst und es stehen schon Überlegungen an, einen solchen Spaziergang wieder anzubieten, denn der Friedhof ist wirklich ein friedlicher Ort.

Der letzte Hilfe Kurs

In Zukunft werden erfahrene Hospiz- und PalliativmitarbeiterInnen Letzte Hilfe Kurse bei Ihnen vor Ort anbieten. Die Kurse können kompakt an einem Nachmittag oder Abend absolviert werden. Die TeilnehmerInnen lernen Letzte Hilfe, also die Begleitung Schwerkranker und Sterbender am Lebensende.

Die vier Unterrichtsstunden stehen jeweils für eines der vier Module:
1. Sterben ist ein Teil des Lebens
2. Vorsorgen und Entscheiden
3. Leiden lindern
4. Abschied nehmen vom Leben

KURSINHALTE

Im Kurs sprechen wir über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens, natürlich werden auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht kurz angefügt. Wir thematisieren mögliche Leiden als Teil des Sterbeprozesses und wie wir lindernd unterstützen können. Zudem gehen wir darauf ein, wie man mit den schwereren, aber auch den leichteren Stunden umgeht. Wir überlegen abschließend gemeinsam, wie man Abschied nehmen kann und besprechen unsere Möglichkeiten und Grenzen.

Wie auch bei der Ersten Hilfe soll die Letzte Hilfe Wissen zur humanen Hilfe und Mitmenschlichkeit in schwierigen Situationen vermitteln.

In Zeiten der Corona-Krise

Umgang mit Sterben, Tod und Trauer

In der gegenwärtigen Situation der Corona-Krise haben sich die Bedingungen, unter denen Menschen Sterben, Tod und Trauer erleben, stark verändert. Dadurch stellt sich die Frage, wie man diese einschneidenden Stationen des Lebens, des Abschieds und der Trauer dennoch so erfahren kann, dass daraus bei allem Schmerz Trost erwächst. Die Erfahrungen zeigen, dass eine gute Begleitung sowie die eigene Beteiligung an den Formen und Ritualen im Abschiedsprozess normalerweise viel dazu beitragen können. Allerdings führen die derzeitigen Schutzmaßnahmen und Auflagen diesbezüglich zu starken Einschränkungen.

Weil das Abschiednehmen und das Ausdrücken von persönlicher und gemeinschaftlicher Trauer für viele Menschen und auch für den gesamten Trauerprozess jedoch von großer Bedeutung ist, sind gute Ideen und Anregungen gefragt, wie Abschied und Trauer auch unter den gegenwärtigen Bedingungen genügend Raum bekommen können. In den letzten Wochen haben Betroffene und Begleiterinnen bzw. Begleiter bereits viele hilfreiche Überlegungen und Gestaltungsmöglichkeiten dazu entwickelt. Auf den folgenden Seiten ist einiges davon zusammengestellt. Was Sie hier finden, ist als „pool“ zum eigenen Auswählen und als Anregung zum individuellen Weiterdenken gedacht.

So unterschiedlich wir Menschen sind, so verschieden wird auch das sein, was jeweils passt oder in Frage kommt. Deshalb ist die Sammlung bewusst breit angelegt. Der Grundgedanke, der dahinter steht, ist die Erfahrung aus der Trauerbegleitung und aus der Seelsorge, dass Formen und Rituale von Abschiednehmen und Trauer besonders dann als tröstlich erfahren werden, wenn man sich als Betroffene(r) damit identifizieren kann und wenn man innerlich und soweit man das möchte auch äußerlich daran beteiligt ist. Vieles von dem, was normalerweise üblich und möglich ist, geht unter den derzeitigen Einschränkungen nicht bzw. nur sehr bedingt. Daher ist Kreativität gefragt, um Formen zu finden, die ein Mitvollziehen von Abschied ermöglichen und der individuellen und gemeinsamen Trauer Raum und Ausdruck geben.

Auf dieser Seite finden Sie Anregungen und Hinweise zu folgenden Themen:

Für die Zeit des Sterbens und nach Eintritt des Todes
        Krankheit und Sterben
        Abschiednehmen vom Verstorbenen am Totenbett
Für die Zeit zwischen Tod und Bestattung insgesamt
        Gespräche mit Seelsorgern und Bestattern
        Stationen der Verabschiedung
        Unterstützung für Trauernde
        Wie Trauernde ihre Trauer und Anteilnahme ausdrücken und gestalten können
        Wie Trauernde sich an die Begräbnisfeier anschließen können, ohne persönlich anwesend zu sein
        Hinweise für die Gestaltung der Begräbnisfeier im kleinen Kreis
Für die Zeit der Trauer nach der Bestattung
Für die Zeit nach der akuten Corona-Krise


Zusammengestellt unter Verwendung von Anregungen von Haupt- und Ehrenamtlichen, die Sterbende und Trauernde begleiten, sowie von Gedanken und Anregungen aus dem „AK Tod und Trauer im Bistum Trier“.

Wir bedanken uns bei Frau Dr. Ruthmarijke Smeding, die durch Ihre Überlegungen zum Umgang mit Tod und Trauer in Zeiten der Coronakrise den Anstoß zur Erstellung dieser Praxishilfen gab.